Segeln mit Kindern

Nachtrag Fiji 2018

Oopsasa, der Blog ist stark vernachlaessigt worden und bedarf mal schnell des Aufholens bevor wir in eine neue Segelsaison starten koennen.

Ueberfahrt von NZ nach Fiji und Ankunft wurden hier schon kurz behandelt.

Nach unserer Zeit in Makogai war Naigani der naechste Halt, an dessen Westseite wir uns vor Anker legten. Die kleinen Bombheads (Einzelstehende Miniatur Riffe) im flachen Wasser waren der Schnorchel Hit bei den Kurzen. Ich persoenlich war noch hingerissener von den Schilderungen des neben uns ankernden franzoesischen Paerchens, die sich ueber Franzoesisch Polynesien ausliessen. Fiji erschien auf einmal ziemlich lumpig im Vergleich. Merke: Frz. Polynesien unbedingt auf Reiseliste setzen!

Teurer Westen

Bald verbrachten wir einige Wochen im Westen Fijis. Denarau, Musket Cove, Yasawas und Mamanucas. Unser franzoesischer Freund Flo, der sich so tapfer auf der Passage am Steuerrad geschlagen hatte, verlies uns und ein Freund, ein Greenhorn Segler aus NZ, stiess hinzu. Der Westen machte gut die Hand auf und wir liessen viele Buendel Kava bei den Dorf Oberhaeuptern, um damit unsere Anwesenheit vor den Inseln und in den Riffen zu ‚erkaufen’. Viele $ konnte auch der unglaublich gut sortierte Hydraulik Shop in Lautoka verbuchen, nach dessen zahlreichen Besuchen es uns endlich gelang nicht nur unseren Ersatz Autopiloten zu installieren, sondern auch zeitgleich den kompletten Zusammenbruch der hydraulischen Steuerung zu reparieren. Leider hatte in der Zwischenzeit nun auch der Entsalzer den Geist aufgegeben und damit verpuffte der ambitionierte Plan in dieser Saison noch das Suesswasser unterversorgte Vanuatu zu besuchen. Laut anderen Cruisern wird es in Vanuatu gern gesehen wenn eine Yacht mal 20ltr Frischwasser abgeben kann. Hier darauf zu hoffen von den Leuten das muehsam gesammelte Regenwasser abzustauben, sei eine Illusion.

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Also peilten wir die Lau-Gruppe an. Diese zu Fiji gehoerigen Inseln liegen zwei Tagesreisen, gegen die vorherrschenden Passatwinde, entfernt gen Osten.

Fuer die Ueberfahrt hatten wir uns leicht stuermische Suedwinde ausgesucht. Ron schaffte es erstmalig ein Scopoderm Pflaster ein paar Tage lang an seinem Koerper kleben zu lassen und siehe da! – die Seekrankheit blieb aus. Leider ist Scopoderm nichts fuer kleine Kurze… die konnten nur auf verduennten Apfelsaft und Salzbrezeln zurueckgreifen. Elend!

Der Anker haelt!

Vor Totoya verbrachten wir einen Tag auf dem Anker um die kommende Nacht hindurchzusegeln. Schlau kalkuliert wollten wir die Passage durch das Riff in die Lagune von Fulaga am fruehen Morgen bei stehender Tiede machen. Fast waere der Plan geplatzt. Als wir den Anker heben wollten In Totoya, verweigerte dieser dies. In 18 Meter Tiefe hatte unser Goldstueck Rocna Anker sich unter einer fetten Koralle verhakt. Weit und breit kein Mensch, kein Dorf und schon garkeine Tauchschule. Wir selbst haben leider keine Tauchausruestung an Bord, schlichtweg weil bisher immer das noetige Kleingeld gefehlt hat eine anzuschaffen. Es daemmerte schon.

Trotzdem sprang mein Goldstueck Ehemann in dunkle Tiefen um zu probieren ob sein Freitauch Training sich bezahlt machen wuerde. Ich glaube schnorcheln mit MantaRochen war nicht so beindruckend wie diese erfolgreiche Kraftanstrengung von Ron den Anker zu befreien! Meine Lungen schreien nach spaetestens 10mtr nach Aufstieg.

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Die Lau Gruppe bereisten wir vom suedlichen Ende bis hin nach Norden, und sie war auf jeden Fall die muehsame Anreise wert. Wir luemmelten an traumhaften Straenden, mit traumhaften Menschen, die uns eine nie zuvor erlebte Grossherzigkeit entgegenbrachten. Es gab Geschichten ueber Kannibalen, die schlimmsten Mueckenschwaerme unserer Leben, neue Bootsfreundschaften und mehr Fernweh entfachende Schilderungen ueber Franzoesisch Polynesien – es kaempft sich immer weiter nach oben auf der Liste -, wahnwitziges schnorcheln, viele Haie, Schildkroeten und die leckersten Austern. Ron wurde sogar von einer Fledermaus auf den Kopf gekackt – so ein Glueckspilz!

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Eigentlich sind wir sehr dankbar, dass der Entsalzer das Zeitliche gesegnet hatte. Sonst haetten wir diese Suedsee Juwelen vielleicht verpasst.

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Basilikum Paradies

Als alles Essen gegessen war, das Frischwasser sich dem Ende neigte und die Kurzen anfingen von frischen Tomaten zu tagtraeumern, wussten wir dass es Zeit war Paradise Resort auf der Insel Taveuni anzusteuern. Hier hatten wir schon im letzten Jahr aus deren Garten einkaufen duerfen und wir hofften auf aehnlichen Gaumenschmaus. Tatsaechlich gab es keine Enttaeuschung: wir bekamen soviel Basilikum, dass wir Pesto machen konnten!!

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Frisch gestaerkt segelten wir die Strasse von Somosomo nach Norden und besuchten eine natuerliche Wasserrutsche. Vom Wasser in den Stein gegraben. Gott sei gedankt, dass diese Trockenzeit wirklich furchtbar trocken war und die Rutsche nur sehr wenig Wasser fuehrte. So kam mein extensives Erste Hilfe Set, welches ich vorsorglich in den Rucksack geworfen hatte, nicht zum Einsatz. Spass hatten wir ohne Ende.

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Nach einigen Tagen am etwas schwelligen, aber wunderschoenen Budd Riff war es schwuppdiwupp schon Mitte September und wir mussten zurueck nach Savusavu um Luna fuer die Heimreise vorzubereiten.

Warum wir die Heimreise in diesem Jahr zwei Mal antreten mussten erzaehle ich im naechsten Blog. Seemannsgarn hin oder her.

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