Segeln mit Kindern

Die Existenzaengste unserer Ahnen

Tatsaechlich ist es garnicht so einfach ein Boot zu kaufen.

Man stellt sich das irgendwie spassig vor – shoppen eben. Macht ja bekanntlich gluecklich. Wenigstens der Moment, in dem die Kreditkarte durch die Kasse geratscht wird und der neue Fummel in einer Hochglanztuete verschwindet. Problem: soweit sind wir noch nicht! Immer noch nicht. Und so allmaehlich beunruhigt uns dieser Zustand. Hin und wieder wenigstens.

Das Boot, eine 48 Fuss Stahlyacht in Whangarei, welches wir in der kommenden Woche anschauen wollten – und dies ist schon der zweite Versuch in 3 Wochen *grumble* – liegt nach wie vor in Einzelteilen im Trockendock. Gutes Zeichen? – Wir glauben einfach mal die Geschichte von der enorm sorgfaeltigen Reparaturleistung des Schiffsbauers. Es handelt sich hier naemlich nur um ein kleines Leck im Dieseltank. Aahja.

Ein anderes Boot in Nelson hatte auf einmal 20cm Wasser in der Bilge, als wir nach weiteren Photos fragten. Die Versicherung uebernimmt den Schaden und das Boot wird nun in Baelde, wenigstens in Fusshoehe, wieder nigelnagelneu und aufpoliert glaenzen. Dann werden ja hofffentlich die neuen Ventile und die Bilgepumpe mindestens zwei Jahre wartungsarm sein? Hmmm.

IMG_1278_Fotor

Alternativ hat sich ein neues Sternchen an unserem Horizont etabliert. Ron, der in seiner fruehen Jugend traumatische Erlebnisse in Frankreich hatte, tut sich noch immer schwer mit unserer neugewonnenen Frankophilitaet. Und dennoch: Fountaine Pajot, eine Lavezzi 39 Fuss, Catamaran – YESSS! Gerade mal 11 Jahre alt, hochseetuechtig ausgestattet und ein Traum in Weiss. Keine huebschen Holzschnoerkel, die staendig geschliffen und neu lackiert werden wollen; kein Teakdeck, das erst dann toll aussieht, wenn es stundenlang auf Knien gewienert und gebohnert worden ist.

Der Haken? Das Boot liegt in Fiji und ist global unversteuert; ausserdem heisst es ‘Hot Lips’. Letzteres koennte und muesste natuerlich postwendend geandert werden.

Um dieses neue Lieblingsboot zu erstehen muessten wir unser Budget ins Unerdenkliche strecken.

Aber warum denn nicht? Besitz belastet! Weg mit der Kohle!

Wieso ist es nur so schwierig den Schotter auszugeben? Es plagen uns die Existenzaengste unserer Ahnen, obgleich wir uns immer wieder bewusst dagegen entscheiden.

Ob wir es nun ein fuer alle Mal schaffen sie abzulegen?

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