Segeln mit Kindern

Aus Fehlern wird man klug

„Ach wie toll! Habt ihr garnicht bei ‚Goodbye Deutschland! Die Auswanderer‘ mitgemacht? -Da gibt’s ja soviele die scheitern…“

Wie scheitern? Und woran denn? Vielleicht scheitert mancher an den Einschaltquoten, aber doch nicht daran, seinem Herzen zu folgen. Da gibt es kein scheitern. Man mag stolpern, fallen, die Wegrichtung aendern, oder gar umdrehen. Aber scheitern ist das nicht. Es ist bloss ein Richtungswechsel. Also offensichtlich eine gelernte Lektion.

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Wir muessen uns bewegen um uns weiter zu entwicklen, um zu wachsen und zu lernen. Und idealerweise bewegen wir uns auf einem Pfad voller Leidenschaft; dem Pfad, den nur wir ganz alleine und selbst ausgewaehlt haben. Unabhaengig von finanziellen Mitteln oder beruflichen Aufstiegsmoeglichkeiten. Denn, mal ganz unter uns: die machen uns ja nunmal einfach nicht gluecklich.

Auswandern, Einwandern, Wegwandern, Umwandern – egal was gerade ansteht und in welche Richtung es geht: hauptsache Loswandern!

Wir haben keinen blassen Schimmer ob das Leben zu Wasser tatsaechlich fuer uns ist. Wir haben es nicht ausprobiert; wie und wann denn auch?  Als wir nach Australien ausgewandert sind (anno 2010) hatten wir viele gute Ideen und Vorstellungen, reichlich Optimismus und eine gute Portion Schiss. Baby Lina war unterwegs, wir hatten wenig Geld, keine Jobaussicht und trotzdem, oder gerade deshalb – wegen Lina – , waren wir fest entschlossen. Ein Jahr spaeter haben wir umdisponiert. Nach Neuseeland. Sind wir an Australien gescheitert? Ja und Nein (mehr dazu hier). Verzweifelt an den Behoerden und entsetzt ueber den hinterwaeldlerischen Rassismus, der bis zum heutigen Tage den Aboriginals entgegengebracht wird, fiel es uns nicht besonders schwer, das Vorhaben zu aendern.

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Im Rueckblick war alles ein Gewinn – wenn es sich auch zwischendurch nicht immer danach angefuehlt hat. Nach gelernter Lektion moechten wir weder die Aufs noch die Abs missen und freuen uns auf bevorstehende Berg- und Talfahrten. Himmelhoch jauchzend und zum Tode betruebt: schwarz und weiss ist uns mehr eigen als immerwaehrendes Einheitsgrau.

Aus Fehlern wird man klug, drum ist einer nicht genug! 

4 Kommentare zu „Aus Fehlern wird man klug

  1. „Aber scheitern ist das nicht. Es ist bloß ein Richtungswechsel.“ Das versuche ich mir auch ständig zu sagen. Manchmal fällt es leichter manchmal schwerer. Aber zumindest kann man mit etwas Abstand positiver auf seine „Fehler“ blicken.
    Von demher, vielen Dank, mich nocheinmal daran zu erinnern, dass man selbst nicht so streng zu sich sein sollte und „Fehler“ einfach akzeptieren muss.

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    1. Ja, richtig. Einfach finde ich das auch laengst nicht immer. Fuer mich scheint es einfacher zu werden, desto mehr ich die mir eingehaemmerten Werte ersetze mit welchen, an die ich selber wirklich glaube und die in meiner Welt Sinn tragen. Und dann kann ich meine Fehler feiern – hinterher :)!

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  2. Als wir fuer 3 Jahre nach D zurueck gegangen sind, hat man uns auch gleich gefragt – „Na – habt ihr’s wohl nicht geschafft wa“ – von einem Nachbarn der uns ueberhaupt nicht kannte…

    Sehr interessante Ansichtsweise die unter vielen herscht dort…

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