Segeln mit Kindern

Das Boot von dem wir traeumen…

…und der Broker Albtraum

Ich habe einen neuen Zeitvertreib, dem ich in den muehsam abgezwackten Minuten meines Lebens ohne Kinder nachgehe. Ich chatte, telefoniere oder treffe mich mit sogenannten Businessbrokern. Und ich kann hiermit versichern: das ist wahrlich kein Vergnuegen!

Diese Bevoelkerungsgruppe Neuseelands zeichnet sich erstens durch enormen finanziellen Wohlstand aus. Nachweis: eigentlich jeder von ihnen hat bisher nach eigenen Angaben und ungefragt bekannt gegeben, soeben in Waihi Beach -sauteuer! – eine Immobilie erstanden zu haben. Aha… Zweitens ist ihnen der unerschuetterliche Glaube gemein, dass Unternehmer von heute kein Verhandlungsgeschick mehr haben. Und drittens leiden sie alle an der heimlichen Sucht gebraucht zu werden.

Die Baeckerei ist nach wie vor die Unsere

Trotz aller duesteren Broker-Prophezeihungen denken wir nach wie vor, dass wir durchaus in der Lage sind, unsere Baeckerei selbst zu verkaufen, und dass wir auch die Abwicklung dessen allein ueber die Buehne bringen koennen.  Allerdings sitzt uns langsam der Zeitfaktor im Nacken und es scheint uns immer mehr, dass KiwiKaeufer sich gerne auf Broker verlassen. Die gaukeln einem so schoen vor, dass man nicht daneben liegen kann. Denn immerhin haben sie mit ihren schlauen Computern eine Analyse erstellt, die besagt, dass das Unternehmen Wert X hat. Wert X wird ermittelt indem die Sachanlagen zu einem Vielfachen des Jahresprofits addiert werden. Easy peasy und sehr begrenzt aussagefaehig. Aber wohl besser als sich auf die eigene Urteilsfaehigkeit zu verlassen.

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Naja, was am Schlimmsten an Allem ist, ist dass das Wort Kundenservice in diesem Land leider eher klein geschrieben wird, und wer als Kunde Koenig sein will, sollte sich in andere Gefilde des Planeten begeben. Das Honorar dieser Broker liegt bei etwa 8% des Verkaufswertes (oder mindestens $12.000!!!) und dafuer erwarte ich – altbacken wie ich bin – dass man mich und mein Anliegen auf Haenden traegt. Das ist aber noch nicht geschehen, geschweige denn hat eine/r der Herrschaften durch enorme Sympathie oder Kompetenz ueberzeugen koennen. Also suchen wir weiter. Nach einem Kaeufer. Ob mit, oder eben erstmal weiter, ohne Broker.

Sterne am Horizont

Auch der Bootskauf laeuft derzeit eher schleppend. Derweil haben wir schon soviel gelernt, dass wir ziemlich genau wissen, was wir wollen. Besser: was wir nicht wollen. Und von Letzterem kann man jede Menge kaufen. Boote wie wir sie wollen, hingegen, sind eher Mangelware. In unserer Preisklasse wenigstens…

Auckland hat derzeit irgendwie nichts aufregendes zu bieten. Vielleicht muessen wir eine kleinen Winterurlaub in Whangarei planen, um die dortigen Sternchen unter die Lupe zu nehmen.

Wir haetten gern:

  • moeglichst 46 Fuss
  • Zentral Cockpit
  • Achterkajuete
  • Doppelte V-Koje
  • Geteiltes Rigg. Kutter oder besser Ketch
  • Viel Stauraum
  • Wenig Motorstunden
  • Neues Rigg
  • Neue Segel
  • 3 Anker
  • Grosses Dinghi an Davits
  • mind. 8hp Aussenborder
  • Solarpanelen
  • Windenergie und/oder Hydro
  • LED Beleuchtung
  • Grosse Wasser- und Dieseltanks
  • Radar
  • mehrfach GPS
  • Autopilot/en
  • 6 Mann Rettungsinsel
  • Heizmoeglichkeit?
  • Bugstrahlruder
  • kein Teakdeck
  • Stahl oder GRP Rumpf

und ein Boot bitte nicht aelter als einer von uns. Und huebsch soll es sein. Ist ja nunmal eine Wunschliste 🙂

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Kurze moegens klein

Die Kurzen meinen wir sollten die kleine Amel Sharki (40ft) kaufen, gegen die Ron und ich uns entschieden, weil wir sie sehr eng finden. Offensichtlich ist Platzmangel fuer kleine Menschen kein Problem.

Tatsaechlich scheinen Kinder klaustrophobische Naehe zu ihren Eltern zu moegen. Unsere Freunde sind vor einiger Zeit aus ihrer kleinen Yurte (6m Durchmesser) in ihre grosse Yurte (luxurioese 70sqm) gezogen. Als ich die beiden Kinder fragte, wie ihnen die neue Yurte gefalle, sagten sie beide, dass sie zu gross sei und sie die Alte lieber haetten. Ob 40 Fuss doch reichen? Die Bordkasse wuerde es begruessen.

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